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Mittwoch, 21. Januar 2004
Ungewöhnlicher Abend
Das war Montag.
Ich traf mich mit einer Schulfreundin von früher.
Die hatte ich vor Weihnachten zufällig in der Post getroffen. Sie hat mich erkannt - ich sie nicht. Im Vorbeigehen hatte ich gedacht, sie sei ein Kerl. Naja, man denkt ja nicht wirklich, wenn man so an "fremden" Menschen vorbeigeht, man sortiert nur unterbewusst ein. Trotzdem. Als sie mich ansprach dauerte es ein bis zwei Sekündchen, dann hatte ich sie doch erkannt.
Schon klar, was man denkt, wenn ein Weib aussieht wie ein Kerl, gell? Genau. Und Montag hat sich dann rausgestellt, dass das gar nicht mal so falsch ist.
Nun, generell finde ich es ja nicht erwähnenswert, wenn sich das Mädel, das jahrelang die beste Freundin war, als lesbisch herausstellt. Aber meine merkwürdige Reaktion, die ist es schon. Denn Frau Ramirez hält sich ja gern für so aufgeklärt und tollerant und so. Und obwohl ich ja eigentlich vorgewarnt war, saß ich da wie der Ochs vorm Berg. Nicht überrascht, nein, nein. Aber mundtot. Ein sehr seltenes Phänomen bei mir!
Die Frage war einfach - und so banal wie häufig: "Was macht die Liebe?" Fragt man ja mal, wenn man sich fast ein Jahrzehnt nicht gesehen hat. Hätte sie mir dann von einem Kerl erzählt, hätte ich Fragen gestellt wie: "Ja, wie habt Ihr denn zusammengefunden?" und hätte so richtig hübsch nach Details gefischt. Wie ich so bin. Direkt und dreist. Auch hier hätte ich gerne gewusst, wann und wie die zwei festgestellt haben, dass sie mehr sind als nur Freundinnen. Aber ich hab es nicht getan.
Zu feige? Warum? Kann mir das man jemand erklären? So ein ausgemachter Blödsinn! Ich versteh mich nicht mehr...
Ich traf mich mit einer Schulfreundin von früher.
Die hatte ich vor Weihnachten zufällig in der Post getroffen. Sie hat mich erkannt - ich sie nicht. Im Vorbeigehen hatte ich gedacht, sie sei ein Kerl. Naja, man denkt ja nicht wirklich, wenn man so an "fremden" Menschen vorbeigeht, man sortiert nur unterbewusst ein. Trotzdem. Als sie mich ansprach dauerte es ein bis zwei Sekündchen, dann hatte ich sie doch erkannt.
Schon klar, was man denkt, wenn ein Weib aussieht wie ein Kerl, gell? Genau. Und Montag hat sich dann rausgestellt, dass das gar nicht mal so falsch ist.
Nun, generell finde ich es ja nicht erwähnenswert, wenn sich das Mädel, das jahrelang die beste Freundin war, als lesbisch herausstellt. Aber meine merkwürdige Reaktion, die ist es schon. Denn Frau Ramirez hält sich ja gern für so aufgeklärt und tollerant und so. Und obwohl ich ja eigentlich vorgewarnt war, saß ich da wie der Ochs vorm Berg. Nicht überrascht, nein, nein. Aber mundtot. Ein sehr seltenes Phänomen bei mir!
Die Frage war einfach - und so banal wie häufig: "Was macht die Liebe?" Fragt man ja mal, wenn man sich fast ein Jahrzehnt nicht gesehen hat. Hätte sie mir dann von einem Kerl erzählt, hätte ich Fragen gestellt wie: "Ja, wie habt Ihr denn zusammengefunden?" und hätte so richtig hübsch nach Details gefischt. Wie ich so bin. Direkt und dreist. Auch hier hätte ich gerne gewusst, wann und wie die zwei festgestellt haben, dass sie mehr sind als nur Freundinnen. Aber ich hab es nicht getan.
Zu feige? Warum? Kann mir das man jemand erklären? So ein ausgemachter Blödsinn! Ich versteh mich nicht mehr...
Strange days | ramirez um 21:48h | 7 tickets | add a ticket?
Dienstag, 20. Januar 2004
Abstrusitäten
Ich erwachte vorgestern Nacht mit einem Furunkel an meinem Ohr. Das Ohr war dick und rot und es schmerzte. Ich dachte gleich, mein Piercing hätte sich entzündet. Das hat es immer getan, wenn ich den Ring über Nacht drin gelassen hatte. Das wäre aber diese Mal sehr merkwürdig gewesen, wo da doch schon seit Monaten kein Metall mehr drin ist und das Löchlein vermutlich schon zuwächst.
Den Tag über wurde das Ohr roter und dicker und der Schmerz zog in meinen Kopf. Eine meiner Kolleginnen erbarmte sich irgendwann aufgrund meines Jammerns und untersuchte das Ohr. Sie stellte fest, dass ich lediglich einen fetten Pickel ausbrüte.
Und von sowas platzt mir fast die Ohrmuschel. Sehr wichtig. Ich dachte eigentlich, ich sei aus der Pubertät schon raus ...
Den Tag über wurde das Ohr roter und dicker und der Schmerz zog in meinen Kopf. Eine meiner Kolleginnen erbarmte sich irgendwann aufgrund meines Jammerns und untersuchte das Ohr. Sie stellte fest, dass ich lediglich einen fetten Pickel ausbrüte.
Und von sowas platzt mir fast die Ohrmuschel. Sehr wichtig. Ich dachte eigentlich, ich sei aus der Pubertät schon raus ...
Strange days | ramirez um 20:56h | 3 tickets | add a ticket?
Back again
Habe die letzten Tage damit zugebracht, meine Reise vorzubereiten. Will heißen:
- Kalkulationen
- Infos von Freunden einholen, die schon "drüben" waren
- neue Kalkulationen
- alte, wabbelige Umzugskisten ausräumen
- neue Plastikkisten ausfindig machen und kaufen
- den ganzen Krams durchforsten nach
... a) ebay-tauglich
... b) Müll-tauglich
... c) nicht hergeben können
- grellgelbe Plastikkisten bestücken.
Und ich bin noch lang nicht fertig. Mit nix davon. Aber immerhin hat mir das Internet ein paar Flüge präsentiert, die ich preislich echt erstaunlich finde!
Oh, Grund für diese ganze Organisiererei ist, dass ich meine Reise unter Umständen noch auf Australien und Neuseeland ausweite. Wenn alles so klappt, wie meine Kalkulationen mir sagen...
- Kalkulationen
- Infos von Freunden einholen, die schon "drüben" waren
- neue Kalkulationen
- alte, wabbelige Umzugskisten ausräumen
- neue Plastikkisten ausfindig machen und kaufen
- den ganzen Krams durchforsten nach
... a) ebay-tauglich
... b) Müll-tauglich
... c) nicht hergeben können
- grellgelbe Plastikkisten bestücken.
Und ich bin noch lang nicht fertig. Mit nix davon. Aber immerhin hat mir das Internet ein paar Flüge präsentiert, die ich preislich echt erstaunlich finde!
Oh, Grund für diese ganze Organisiererei ist, dass ich meine Reise unter Umständen noch auf Australien und Neuseeland ausweite. Wenn alles so klappt, wie meine Kalkulationen mir sagen...
Just telling you | ramirez um 19:32h | 2 tickets | add a ticket?
Samstag, 17. Januar 2004
Gummibärchen statt Horoskop
Also, ich hab es von Frau Stormstrider, die hat den ganzen Weg des Orakels aufgelistet - einfach mal schau'n.

Zwei rote, ein gelbes, ein grünes, ein orangenes Bärchen
UNGEDULD, KREATIVITÄT, AUFSTIEG
Wenn uns nicht alles täuscht, haben wir kürzlich neben Ihnen im Konzert gesessen. Oder war es im Flugzeug? Jedenfalls mussten wir uns eine Lehne teilen. Ellbogen gegen Ellbogen. Na, erinnern Sie sich? Eben. Wir erinnern uns auch. Wie Sie gedrückt haben. Weil Sie die Lehne für sich wollten. Oder waren Sie das neulich im Supermarkt? Mit dem Wagen heftig drängelnd, um nur ja an die kürzeste Schlange zu kommen? Und dann standen Sie da länger als alle anderen? Das waren Sie. Zwei rote Bärchen heisst: Sie haben eine Portion Wut im Bauch. Sie toben nicht hemmungslos herum, das nicht. Aber Sie sind immer mal wieder aggressiv. Wenn Sie nämlich das Gefühl haben, Sie kommen zu kurz, oder es geht zu langsam, oder Sie werden übervorteilt. Und das Gefühl haben Sie häufiger. Warum? Weil Sie Ihre Energie unterdrücken, statt sie zu nutzen. Aber genau das ändert sich jetzt. Sie haben ein orangenes Bärchen gezogen, das Symbol der Kreativität. Ein Türchen geht auf bei Ihnen, das Türchen zum unbegrenzten Reich Ihrer Einfälle und Ideen. Und Sie haben ein gelbes Bärchen gezogen, das Symbol der Arbeit und des Wohlstandes. Das heisst: Sie werden etwas aus Ihren Ideen machen, und das wird sich auszahlen. In barer Münze. Und schliesslich haben Sie noch ein grünes Bärchen aus der Tüte geangelt, das Symbol gelassenen Selbstvertrauens und der Kontinuität. Ihr Aufschwung, heisst das, bleibt keine Eintagsfliege. Im Gegenteil, man kann sich auf Ihren Erfolg verlassen. Und Ihre aggressive Energie wird sich zu innerem Feuer wandeln. Hört sich gut an, was? Ja, Sie dürfen sich freuen. Und Sie können es sich leisten, grosszügig zu sein. Sie haben es nicht nötig zu drängeln. Bei der nächsten Begegnung im Supermarkt lassen Sie uns also vor, okay? Und die Lehne im Konzert oder Flugzeug, die überlassen Sie uns, einverstanden? Na, wir sind gespannt.
Orakel vom Samstag, 17. Januar 2004, 19:23 Uhr

Zwei rote, ein gelbes, ein grünes, ein orangenes Bärchen
UNGEDULD, KREATIVITÄT, AUFSTIEG
Wenn uns nicht alles täuscht, haben wir kürzlich neben Ihnen im Konzert gesessen. Oder war es im Flugzeug? Jedenfalls mussten wir uns eine Lehne teilen. Ellbogen gegen Ellbogen. Na, erinnern Sie sich? Eben. Wir erinnern uns auch. Wie Sie gedrückt haben. Weil Sie die Lehne für sich wollten. Oder waren Sie das neulich im Supermarkt? Mit dem Wagen heftig drängelnd, um nur ja an die kürzeste Schlange zu kommen? Und dann standen Sie da länger als alle anderen? Das waren Sie. Zwei rote Bärchen heisst: Sie haben eine Portion Wut im Bauch. Sie toben nicht hemmungslos herum, das nicht. Aber Sie sind immer mal wieder aggressiv. Wenn Sie nämlich das Gefühl haben, Sie kommen zu kurz, oder es geht zu langsam, oder Sie werden übervorteilt. Und das Gefühl haben Sie häufiger. Warum? Weil Sie Ihre Energie unterdrücken, statt sie zu nutzen. Aber genau das ändert sich jetzt. Sie haben ein orangenes Bärchen gezogen, das Symbol der Kreativität. Ein Türchen geht auf bei Ihnen, das Türchen zum unbegrenzten Reich Ihrer Einfälle und Ideen. Und Sie haben ein gelbes Bärchen gezogen, das Symbol der Arbeit und des Wohlstandes. Das heisst: Sie werden etwas aus Ihren Ideen machen, und das wird sich auszahlen. In barer Münze. Und schliesslich haben Sie noch ein grünes Bärchen aus der Tüte geangelt, das Symbol gelassenen Selbstvertrauens und der Kontinuität. Ihr Aufschwung, heisst das, bleibt keine Eintagsfliege. Im Gegenteil, man kann sich auf Ihren Erfolg verlassen. Und Ihre aggressive Energie wird sich zu innerem Feuer wandeln. Hört sich gut an, was? Ja, Sie dürfen sich freuen. Und Sie können es sich leisten, grosszügig zu sein. Sie haben es nicht nötig zu drängeln. Bei der nächsten Begegnung im Supermarkt lassen Sie uns also vor, okay? Und die Lehne im Konzert oder Flugzeug, die überlassen Sie uns, einverstanden? Na, wir sind gespannt.
Orakel vom Samstag, 17. Januar 2004, 19:23 Uhr
Misc | ramirez um 20:35h | 2 tickets | add a ticket?
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