Donnerstag, 8. Juni 2006

Bester Internet-Provider des Jahres

Laut ihrer eigenen Werbung ist das die Firma 1&1.

Ich gebe ja zu, ich habe mich letztes Jahr überzeugen lassen und habe über den Verein meinen DSL-Anschluss gebucht. War auch alles ganz easy anfangs...

... dann kamen die Scherereien.

1. Als existierender Kunde willst du was von uns? Na, dann zahl doch mal die horrenden Telefongebühren von 0900er-Nummern!

2. Du schickst eine Beschwerdemail? Auch die richtige Adresse wird dir keine Antwort bescheren. Eine zweite Mail nützt genauso wenig. Spar dir doch die Mühe!

3. Du willst einen neuen Anschluss für die Firma? Warte doch, bis du schwarz wirst! Und wenn du uns dazu anrufst, dann kriegst du mal ein wenig bis ein wenig mehr Schafexkremente zu hören. Und dazu noch jedes Mal etwas anderes! Ist das nicht lustig? Aber einen DSL-Anschluss kriegst du nicht, das schmink dir ab!

4. Du buchst deinen existierenden Account um? Zur gleichen Adresse wie dahin, wo es eben noch nicht machbar war? Cool, das geht reibungslos - dafür kassieren wir aber natürlich noch fett ab. Kündigen kannst du ja leider noch nicht -ooooh- denn ein neuer Anschluss wäre ja viiiiel billiger gewesen.

ÄÄÄÄTSCH!

Tja, Jungs, echt vorausschauend gedacht. Möchte nicht wissen, wie viele von euren Millionen und Abermillionen von Neukunden euch nach der 2-Jahres-Frist wieder abspringen und euch damit für immer verloren gehen. Ich reihe mich da jedenfalls ein.

Woher ihr euren tollen Titel habt, das ist mir allerdings ein Rätsel. Wer hat das denn getestet? Sollte ich wissen, denn dem glaub ich nie wieder irgendein Testergebnis!

Kritisch | ramirez um 16:57h | 2 tickets | add a ticket?



Mittwoch, 7. Juni 2006

Feiertage

Warum eigentlich schafft es die Bundesrepublik nicht, die Feiertage einheitlich zu regeln? Diese blöde Regelung mit "ich hab aber mehr Feiertage als du" ist doch hirnrissig!

Da wurde doch jetzt tatsächlich diskutiert, ob einer unserer Kundendienstler an Fronleichnam arbeiten muss oder nicht. Blos weil unsere "Jungs" jeder ein Home Office besitzen, von dem aus sie abgerechnet werden. Reisekostentechnisch zumindest.

Wie unfair ist das denn? Jemanden dafür bestrafen zu wollen, dass er in Niedersachsen wohnt?

- Mal abgesehen davon, dass er prinzipiell damit schon gestraft genug ist - Anm. d. Red.

Ich wette, dass unser ganzer Politikapparat deutlich kostengünstiger wäre, wenn wir diese extrem übertriebene Länderzuständigkeit abschaffen würden. Unterschiedliche Lehrpläne, unterschiedliche Feiertage... Wer braucht den Schei**? Sind doch alles nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen!

Was leben wir doch in einem verkorksten Land! Gibt es sowas irgendwo anders eigentlich auch oder sind nur wir so doof?

Politisches | ramirez um 16:53h | 4 tickets | add a ticket?



Lokalpatriotismus

Verstanden habe ich das nie, wenn jemand auf sein Bundesland so extrem stolz ist. Dann soll er doch dort bleiben, wenn es so toll ist. Pah!

Daher hat mich mein Herzallerliebster auch immer schön damit ärgern können, wenn er wieder die Hessen in den allerhöchsten Tönen lobpreisen musste. Das gipfelt übrigens neuerdings in lauten Klängen, die - in Form der "Rodgau Monotones" - durch das ganze Haus dröhnen.

Soeben habe ich meinem Süßen gesagt, dass ich es schon kommen sehe und seinem Heimatdrang irgendwann wohl nach Hessen folgen muss.

Und siehe da, das machte ein wenig AUTSCH im Herzelein.

NRW verlassen? Die Weser, den Rhein (da, wo er am Lustigsten ist - in Düsseldorf und Köln), den Ruhrpott, das Wiehengebirge?

Bin ich Jeck, oder was?

Faszinierend... | ramirez um 16:47h | no ticket | add a ticket?



Dienstag, 6. Juni 2006

Der Wal auf dem See

Samstag hat mein Süßer seine Drohungen wahr gemacht und mich inklusive der ganzen Bagage zum nahegelegenen Tümpel verfrachtet, wo er beabsichtigte, mit seinem best Buddy das Böötchen zu Wasser zu lassen.

Das Wetter konnte nicht besser mitspielen, der große Kinderspielplatz vor Ort machte mir den mir zwangsweise zufallenden Job des Babysitters etwas einfacher. Und die beiden Herren verschwanden - nach dem sehr schmackhaften, wenn auch wenig nahrhaften, Mahl von Fischbrötchen und Pommes - auf dem Wasser.

Nach diversen Kinder-Verschiffungsrunden nahm mich mein Herzallerliebster an die Hand und führte mich zum Boot. Hier muss ich wohl erwähnen, dass es sich keinesfalls um ein bequemes Segelboot handelt mit Sitzplätzen und einem geringfügigen Maße an Komfort. Nein, wir reden von einem Catamaran. Einen recht kleinen noch dazu (obwohl, vermutlich denk ich nur, dass die Dinger normalerweise größer sind...).

Nachdem ich mich - selbstredend ohne Wetsuit, denn selbst wenn ich einen besäße würde der mir ja zur Zeit nicht passen - auf das Ding gehieft/gerollt/geschoben hatte, lag ich da, mitten drauf (also auf der Verbindung zwischen den beiden Sitztüchern, die aus einem mit Seilen gehaltenen 10 cm-Spalt bestand, was nun wieder direkten Zugang des kalten Wassers auf meinen Po und Rücken bedeutete) wie ein fetter Wal auf dem Trockenen. Hinsetzen ging nicht, denn dann hätte ich das Segel behindert.

Als ich - tropfnass - nach der Segeltour über den Steg zurück Richtung Auto wanderte, ereilten mich dazu zwei sehr konträre Gedankengänge:

1. Ich bin mir selten in meinem Leben so bescheuert vorgekommen als unnütz auf diesem Boot liegend.

2. Immerhin halte ich mich schonmal an meinen Plan, mich durch die Schwangerschaft nicht von allem abhalten zu lassen, wie es viele tun. Es gibt also Hoffnung für die Jungmutter-Rolle.

Trotzdem. Der nächste Bootsgang ist definitiv erst wieder ohne Babybauch geplant.

Just telling you | ramirez um 20:12h | 2 tickets | add a ticket?