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Dienstag, 1. März 2005
Und der Goldbub geht an…
Die komplette Zusammenfassung gibt es bei Frau Gröner.
Und ich geb jetzt hier auch meinen Senf dazu.
Ich hab natürlich Pro 7 geguckt statt CNN. Frau Engelke hat mal wieder an einigen Stellen nicht gewusst, was sie besser hätte sagen sollen. Trotz vorheriger Instruktion ihres Kollegen spricht sie die Stars beim Vornamen an und klopft Herrn DiCaprio auch noch fröhlich auf dem Rücken rum. Außerdem finde ich es noch immer grausig, wenn schwangere Frauen den Bauch betonen müssen. Nein, daran ist gar nix schön! (Ansonsten mag ich Anke schon gerne gucken, das muss auch mal gesagt werden...)
Aber egal. Immerhin hat sie die Leute nicht – wie die amerikanischen TV-Kollegen später – nur auf ihre komischen Fetzen angesprochen, die sie alle Kleid nennen. Teilweise einfach nur lächerlich, vor allem wenn die platten Hängebrüste fast rausbaumeln.
Renee Zellweger hat ihre Bridget-Kilos runter und noch einige mehr, das sieht schon fast nach Magersucht aus, wenn man mich fragt. Und Kirsten Dunst sollte auch mal jemand was zu essen geben…
Salma Hayek und Kate Winslet dagegen fielen eher angenehm auf. Eh hübsch, die Damen, und darum brauchten die auch nicht mittels fieser Fetzen aufzufallen.
Chris Rock war als Host witzig und sogar recht gut zu verstehen (in dem Punkt hatte ich mir schon Sorgen gemacht, denn so gut mein Englisch auch ist, bei dem Herrn hatte ich bisher immer noch aufgegeben).
Meine persönlichen Highlights der Veranstaltung:
Ich muss Frau Gröner zustimmen, dass Robin Williams ungekrönter Witzekönig ist und auch ich würde ihn sehr gern mal dort oben den ganzen Abend zu sehen bekommen. (Dann würd ich vielleicht auch nicht einschlafen – haha). Außerdem stand ihm das lange Jacket einfach prima – irgendwer hatte noch so ein Ding an und sah darin ziemlich gut aus. Wer war denn das noch mal? *grübel* Ah, Jeremy Irons, genau. Warum auch immer ich den Mann so klasse finde...
Pierce Brosnan war heiser (sexyyy) und bekommt Unterstützung von Edna Mode aus „The Incredibles“. Natürlich zum passenden Award: „ Best Costume Design”.
Skuril: Beyoncé Knowles singt 3 von den 5 nominierten Songs. Merkwürdige Entscheidung - wie auch die Vergabe von Statuen mitten im Publikum und in einer leeren Loge, in deren hinteren Ecke die Kabelei zu sehen ist. Aber singen kann das Frauenzimmer ja wirklich, soll mir somit recht sein. Nur die „Counting Crows“ performen selbst und Carlos Santana spielt während Antonio Banderas singt. Nun, Herr Banderas überrascht positiv, aber den Santana kann ich trotzdem nicht mehr quietschen hören (konnt ich eigentlich noch nie...).
Die Spiderman-Leute, die den Visual Effects Oscar bekommen haben, freuten sich, dass es keinen 4. Teil vom Herrn der Ringe gab. Schwein gehabt, dass Ihr Spidy II nicht eher rausgebracht habt, was?
Die Regisseurin, die den Oscar für den Live Action Shortfilm erhielt, hat definitiv die beste Dankesrede gehalten: Kurz und treffend sagte sie, das sei “the dog’s bollocks". Dem ist nichts hinzuzufügen.
Mit Penelope Cruz und Salma Hayek stehen zwei Damen mit spanischem Akzent auf der Bühne und es wird deutlich, wer schon besser Englisch spricht. Frau Cruz hab ich jedenfalls kaum verstanden. Sah neben Salma eh etwas hager und hässlich aus, die Frau.
Die Lowlights:
Beim Zusammenschnitt mit den Verstorbenen des letzten Jahres (laut Frau Gröner: Ronald Reagan, Peter Ustinov, Fay Wray, Elmer Bernstein, Janet Leigh, Christopher Reeve, Jerry Goldsmith, Rodney Dangerfield, Tony Randall und Marlon Brando) hab ich schon seelig geschlummert. Leider. Ich stehe auf Zusammenschnitte und Trailer. Außerdem habe ich so leider aus zuvor bereits erwähntem Blogbericht von Frau Gröner erfahren müssen, dass Ronald Reagan und Peter Ustinov tot sind. Gosh, auf so einer Weltreise verpasst man wirklich einiges!
Der Morgen danach: Hilary Swank und Jamie Foxx, zweimal Eastwood. Vielleicht war es doch besser, dass ich gepennt habe…
Eternal Sunshine of the Spotless Mind kriegt auch einen Oscar. Das beruhigt mich sehr. Ich hätte Kate ja gerne auf der Bühne mit dem Goldjungen gesehen, aber na ja…
Fazit: Das beste Highlight war für mich dann doch am Anfang zu finden, als am Ende des allerersten Filmzusammenschnitts Shrek mit Charlie Chaplin auf den Horizont zugeht. Das Bild war toll, das hätt ich gern an meiner Wand. Ich sollte nächstes Mal doch den Videorekorder einschalten…
P.S.
In den Werbepausen musste ich es schmerzhaft feststellen: Ja, Sweety lebt auch noch immer. Jetzt als Remix. Das ist wirklich ohne Worte…
Und ich geb jetzt hier auch meinen Senf dazu.
Ich hab natürlich Pro 7 geguckt statt CNN. Frau Engelke hat mal wieder an einigen Stellen nicht gewusst, was sie besser hätte sagen sollen. Trotz vorheriger Instruktion ihres Kollegen spricht sie die Stars beim Vornamen an und klopft Herrn DiCaprio auch noch fröhlich auf dem Rücken rum. Außerdem finde ich es noch immer grausig, wenn schwangere Frauen den Bauch betonen müssen. Nein, daran ist gar nix schön! (Ansonsten mag ich Anke schon gerne gucken, das muss auch mal gesagt werden...)
Aber egal. Immerhin hat sie die Leute nicht – wie die amerikanischen TV-Kollegen später – nur auf ihre komischen Fetzen angesprochen, die sie alle Kleid nennen. Teilweise einfach nur lächerlich, vor allem wenn die platten Hängebrüste fast rausbaumeln.
Renee Zellweger hat ihre Bridget-Kilos runter und noch einige mehr, das sieht schon fast nach Magersucht aus, wenn man mich fragt. Und Kirsten Dunst sollte auch mal jemand was zu essen geben…
Salma Hayek und Kate Winslet dagegen fielen eher angenehm auf. Eh hübsch, die Damen, und darum brauchten die auch nicht mittels fieser Fetzen aufzufallen.
Chris Rock war als Host witzig und sogar recht gut zu verstehen (in dem Punkt hatte ich mir schon Sorgen gemacht, denn so gut mein Englisch auch ist, bei dem Herrn hatte ich bisher immer noch aufgegeben).
Meine persönlichen Highlights der Veranstaltung:
Ich muss Frau Gröner zustimmen, dass Robin Williams ungekrönter Witzekönig ist und auch ich würde ihn sehr gern mal dort oben den ganzen Abend zu sehen bekommen. (Dann würd ich vielleicht auch nicht einschlafen – haha). Außerdem stand ihm das lange Jacket einfach prima – irgendwer hatte noch so ein Ding an und sah darin ziemlich gut aus. Wer war denn das noch mal? *grübel* Ah, Jeremy Irons, genau. Warum auch immer ich den Mann so klasse finde...
Pierce Brosnan war heiser (sexyyy) und bekommt Unterstützung von Edna Mode aus „The Incredibles“. Natürlich zum passenden Award: „ Best Costume Design”.
Skuril: Beyoncé Knowles singt 3 von den 5 nominierten Songs. Merkwürdige Entscheidung - wie auch die Vergabe von Statuen mitten im Publikum und in einer leeren Loge, in deren hinteren Ecke die Kabelei zu sehen ist. Aber singen kann das Frauenzimmer ja wirklich, soll mir somit recht sein. Nur die „Counting Crows“ performen selbst und Carlos Santana spielt während Antonio Banderas singt. Nun, Herr Banderas überrascht positiv, aber den Santana kann ich trotzdem nicht mehr quietschen hören (konnt ich eigentlich noch nie...).
Die Spiderman-Leute, die den Visual Effects Oscar bekommen haben, freuten sich, dass es keinen 4. Teil vom Herrn der Ringe gab. Schwein gehabt, dass Ihr Spidy II nicht eher rausgebracht habt, was?
Die Regisseurin, die den Oscar für den Live Action Shortfilm erhielt, hat definitiv die beste Dankesrede gehalten: Kurz und treffend sagte sie, das sei “the dog’s bollocks". Dem ist nichts hinzuzufügen.
Mit Penelope Cruz und Salma Hayek stehen zwei Damen mit spanischem Akzent auf der Bühne und es wird deutlich, wer schon besser Englisch spricht. Frau Cruz hab ich jedenfalls kaum verstanden. Sah neben Salma eh etwas hager und hässlich aus, die Frau.
Die Lowlights:
Beim Zusammenschnitt mit den Verstorbenen des letzten Jahres (laut Frau Gröner: Ronald Reagan, Peter Ustinov, Fay Wray, Elmer Bernstein, Janet Leigh, Christopher Reeve, Jerry Goldsmith, Rodney Dangerfield, Tony Randall und Marlon Brando) hab ich schon seelig geschlummert. Leider. Ich stehe auf Zusammenschnitte und Trailer. Außerdem habe ich so leider aus zuvor bereits erwähntem Blogbericht von Frau Gröner erfahren müssen, dass Ronald Reagan und Peter Ustinov tot sind. Gosh, auf so einer Weltreise verpasst man wirklich einiges!
Der Morgen danach: Hilary Swank und Jamie Foxx, zweimal Eastwood. Vielleicht war es doch besser, dass ich gepennt habe…
Eternal Sunshine of the Spotless Mind kriegt auch einen Oscar. Das beruhigt mich sehr. Ich hätte Kate ja gerne auf der Bühne mit dem Goldjungen gesehen, aber na ja…
Fazit: Das beste Highlight war für mich dann doch am Anfang zu finden, als am Ende des allerersten Filmzusammenschnitts Shrek mit Charlie Chaplin auf den Horizont zugeht. Das Bild war toll, das hätt ich gern an meiner Wand. Ich sollte nächstes Mal doch den Videorekorder einschalten…
P.S.
In den Werbepausen musste ich es schmerzhaft feststellen: Ja, Sweety lebt auch noch immer. Jetzt als Remix. Das ist wirklich ohne Worte…
TV-Junkie | ramirez um 01:46h | 4 tickets | add a ticket?
Montag, 28. Februar 2005
Schon Scheisse, wenn ...
... man extra für die Oscars auf bleibt und dann pünktlich zu den entscheidenden Awards einschläft.
TV-Junkie | ramirez um 19:01h | 10 tickets | add a ticket?
Sonntag, 27. Februar 2005
Goldjungs 2005
Heute Nacht ist es wieder so weit. Die goldenen Bubis werden an die Stars und Sternchen verteilt. Vorher nimmt mich Frau Engelke nochmal da hin mit, wo ich vor 9 Monaten noch selbst gestanden habe und mir dieses Treiben vorstellen musste, denn im normalen Alltag sieht es da doch etwas anders aus. Ich werde vermutlich feststellen, dass ich da unbedingt noch einmal hin muss. Hab ich eh schon.
Aber erstmal geht es um "The Oscar goes to...".
Wird Leo dieses Mal die Statue mitnehmen dürfen? Oder hat sich die Academy für eine weitere Erhöhung der Schwarzenquote entschieden und Jamie Fox zum Sieger gekürt?
Bekommt "Aviator" so viele Goldjungs wie "Ray" oder wird gar Clint Eastwood letztenendes an beiden vorbeiziehen?
(Ich mag Eastwood nicht und der Film interessiert mich auch nicht die Bohne, also wollen wir das mal nicht hoffen)
Eine Frage wird allerdings vermutlich leider bestehen bleiben:
Wird irgendjemand mal irgendwann dem so genialen und immer so übersehenen Johnny den Goldenen Bub mit Schwert überreichen?
Egal. Ich bin gespannt. Einmal im Jahr brauche auch ich den Glamour. Für eine Einladung, das Spektakel mal LIVE anzusehen würd sogar ich mir ein Kleid anziehen...
[Edit: Professionellere Oscar-Gedanken hat Frau Gröner]
Aber erstmal geht es um "The Oscar goes to...".
Wird Leo dieses Mal die Statue mitnehmen dürfen? Oder hat sich die Academy für eine weitere Erhöhung der Schwarzenquote entschieden und Jamie Fox zum Sieger gekürt?
Bekommt "Aviator" so viele Goldjungs wie "Ray" oder wird gar Clint Eastwood letztenendes an beiden vorbeiziehen?
(Ich mag Eastwood nicht und der Film interessiert mich auch nicht die Bohne, also wollen wir das mal nicht hoffen)
Eine Frage wird allerdings vermutlich leider bestehen bleiben:
Wird irgendjemand mal irgendwann dem so genialen und immer so übersehenen Johnny den Goldenen Bub mit Schwert überreichen?
Egal. Ich bin gespannt. Einmal im Jahr brauche auch ich den Glamour. Für eine Einladung, das Spektakel mal LIVE anzusehen würd sogar ich mir ein Kleid anziehen...
[Edit: Professionellere Oscar-Gedanken hat Frau Gröner]
TV-Junkie | ramirez um 12:47h | 2 tickets | add a ticket?
Ein Ausflug in den Süden
Mittwoch Abend. Ich versuche krampfhaft, ein paar Stündchen zu schlafen, aber das ist natürlich ein hoffnungsloses Unterfangen, denn wenn um 2 Uhr mein Wecker klingelt, dann geh ich üblicherweise erst ins Bett. Ergo hat sich mein wacher Geist auch nur (und ausgerechnet) während der späten Ausstrahlung von Buffy zu einem kleinen Nickerchen von etwa einer Stunde hinreißen lassen. Zu Angel war ich wieder munter und fand mich auch pünktlich zur Weckzeit unter der Dusche wieder.
Da der Weg zu meiner eventuellen zukünftigen Arbeitsstelle bei dem Wetter noch ein wenig länger dauert, war ich erst kurz nach 3 Uhr dort. Machte nix, Cheffe war eh noch am Arbeiten. Ganz im Gegensatz zu mir war er schon in feinstem Zwirn (Anzug und Krawatte), was meine am Abend bohrende Frage beantwortete, ob er beabsichtige, irgendwo zum Umziehen und Frischmachen zu halten. Sofort fiel mir das mütterliche Telefonat vom Vortag ein - meine Mutter ist immer der Ansicht, ich hätte nicht die passende Kleidung an. Und ich ginge ja schließlich auf eine Messe. Nun, ich sah an mir runter und hätte ihr zu diesem Zeitpunkt direkt mal recht gegeben. Casual wear nennt das der Fachmann. Ups...
Das war dem Chef bisher aber gar nicht aufgefallen und ich hatte irgendwann während der langen Autofahrt eingestreut, dass ich mich vor der Messe gern noch umziehen würde. Das hat er mir auch zugestanden - genau wie ein kleines Frühstück. Er selbst esse ja morgens nichts. Dafür hat er sich die Zigaretten fast paarweise einverleibt. Und den Kaffee literweise. Naja, jedem das Seine.
Natürlich kam alles anders. Umziehen im eiskalten Parkhaus (in Bayern waren es zwischen -7 und -11 Grad, da schlottert der Fischkopp), da hab ich das dann auf den Tausch von Pullover zu Blazer reduziert. Schminken im Auto, Chef guckt zu. Öfter mal neue komische Situationen machen das Leben interessant. Nehm ich an. Frühstück war dann ein Käsebrötchen im Messe-Stehcafé - mit Kaffee versteht sich, denn so langsam wurden die Augen so richtig träge.
Die Messe war dann eher langweilig. Damit ich irgendwie von Nutzen bin hab ich wenigstens mal die Prospekte gehalten. Vom Fachgeschwafel hab ich nichtmal Bahnhof verstanden, geschweige denn, dass ich das englisch anmutende Genuschel des einen Verkäufers hätte übersetzen können.
Auch für Cheffe war das alles nicht so exciting wie gehofft. Vor allem der Stand des Lieferanten, der die Einladung geschickt hatte, war eine reine Präsenz ohne Inhalt. So kam es, dass wir bereits vor 13 Uhr auf dem Weg zum 30 km entfernten Örtchen waren, wo sich unser Hotel befand.
Dort hat mich Cheffe erstmal zum leckeren Essen eingeladen. Hatte auch schon lang nicht mehr griechisch gegessen und natürlich auch gleich die Tatsache ausgenutzt, dass man hier wusste, was ein Russ ist und mir entsprechendes Getränk ohne Fragerei servierte.
Um halb vier betrat ich mein Nachtlager in Form eines Hotelzimmers, das vermutlich zu Jugendzeiten meiner Eltern das letzte Mal einen Innenarchitekten zu Besuch hatte. Ein kleiner Fernseher und die Premiere-Zeitung versprachen, was sie nicht hielten - was im Übrigen im Zimmer des Chefs anders war, wie ich am nächsten Tag herausfand.
Ich hielt mich also mit den üblichen Serien wach. Bis 21 Uhr gelang mir das einigermaßen. Bei extremen Müdigkeitserscheinungen schrieb ich Textnachrichten nach England. Mit Cheffe klärte ich den Morgenablauf: Er wollte um 7 Uhr aufstehen und zwischen 8 und halb 9 frühstücken. Ich bat ihn, beim Vorbeigehen an meine Tür zu klopfen, ich wollte dann mit runter.
Nun, es klopfte um 7 Uhr, viel zu früh für mich, wenn ich erst um 8 Uhr fertig sein muss. Ich war aber nach knapp 10 Stunden Schlaf eh wach und war gegen Viertel vor 8 sogar mit dem Packen schon fertig. Da ich nicht weiter rumwarten wollte ging ich kurzerhand zum Zimmer des Chefs um ihn zum Frühstück abzuholen - allerdings um herauszufinden, dass der bereits gefrühstückt hatte (vermutlich eh nur einen Kaffee). Er habe geklopft, aber ich hatte das wohl nicht gehört. Zwischen 8 und halb 9 Uhr sollte eh die Abfahrtzeit sein, nicht die für's Frühstück.
Ging ich halt alleine. Die Bauernstube war wesentlich neuer (selbstredend bayrisch-rustikal) als die Hotelzimmer und das Frühstücksbuffet recht üppig. Nur Roibos-Tee hatten sie nicht, da musste ich dann doch Kaffee trinken. Aber mit Joghurt und Quark mit frischen Fruchtstückchen war das Frühstück schon himmlisch. Ich bin nur sehr ungern (und sehr voll) gegangen!
Weil er unbedingt noch zu seinem Kumpel musste, fuhren Chef und ich dann noch ein Stück Richtung Baden-Würtemberg, wo wir dann 2 Stunden auf einem Sofa verbrachten - kaffeetrinkend natürlich. Die Dame des Hauses war wohl nett, keine Frage, ich habe mich aber die ganze Zeit gefragt, was wir denn hier wohl wollen, denn zu erzählen hatten sich die Anwesenden nicht besonders viel.
Irgendwann ging es dann wieder auf die Autobahn - zurück nach Hause, was deutlich länger dauerte als angenommen, denn nun dauerten die unregelmäßigen Kaffeepausen noch länger als vorher. Ein Kaffee, zwei Zigaretten, Minimum von 15-20 Minuten. Ich habe noch nie so viel Zeit in Raststätten verbracht. Außerdem war mir als Raucher (!) inzwischen schlecht von all den auf der Fahrt mitgerauchten Marlboros.
Im Anschluss an die Fahrt gab es dann eine abschließende Unterhaltung mit beiden Chefs. Wir hatten uns ja prima verstanden, dieser Chef und ich, allerdings schwarnte mir jetzt schon, dass ich diese stundenlange Mitfahrerei auf deutschen Autobahnen nicht lange würde ertragen können. Außerdem hatte ich vom Thema absolut gar keine Ahnung. Das hatte auch der Chef so gesehen, darum bekomme ich, wie's aussieht, den anderen Job angeboten. Da steht nur der Starttermin noch in den Sternen. Eventuell weiß ich Ende der Woche mehr.
Und die frühe Rückkehr hatte natürlich ein Gutes: Gestern war ich mal wieder nackig Mädels malen und das war sehr entspannend nach dieser Reise! Und produktiv auch...
Da der Weg zu meiner eventuellen zukünftigen Arbeitsstelle bei dem Wetter noch ein wenig länger dauert, war ich erst kurz nach 3 Uhr dort. Machte nix, Cheffe war eh noch am Arbeiten. Ganz im Gegensatz zu mir war er schon in feinstem Zwirn (Anzug und Krawatte), was meine am Abend bohrende Frage beantwortete, ob er beabsichtige, irgendwo zum Umziehen und Frischmachen zu halten. Sofort fiel mir das mütterliche Telefonat vom Vortag ein - meine Mutter ist immer der Ansicht, ich hätte nicht die passende Kleidung an. Und ich ginge ja schließlich auf eine Messe. Nun, ich sah an mir runter und hätte ihr zu diesem Zeitpunkt direkt mal recht gegeben. Casual wear nennt das der Fachmann. Ups...
Das war dem Chef bisher aber gar nicht aufgefallen und ich hatte irgendwann während der langen Autofahrt eingestreut, dass ich mich vor der Messe gern noch umziehen würde. Das hat er mir auch zugestanden - genau wie ein kleines Frühstück. Er selbst esse ja morgens nichts. Dafür hat er sich die Zigaretten fast paarweise einverleibt. Und den Kaffee literweise. Naja, jedem das Seine.
Natürlich kam alles anders. Umziehen im eiskalten Parkhaus (in Bayern waren es zwischen -7 und -11 Grad, da schlottert der Fischkopp), da hab ich das dann auf den Tausch von Pullover zu Blazer reduziert. Schminken im Auto, Chef guckt zu. Öfter mal neue komische Situationen machen das Leben interessant. Nehm ich an. Frühstück war dann ein Käsebrötchen im Messe-Stehcafé - mit Kaffee versteht sich, denn so langsam wurden die Augen so richtig träge.
Die Messe war dann eher langweilig. Damit ich irgendwie von Nutzen bin hab ich wenigstens mal die Prospekte gehalten. Vom Fachgeschwafel hab ich nichtmal Bahnhof verstanden, geschweige denn, dass ich das englisch anmutende Genuschel des einen Verkäufers hätte übersetzen können.
Auch für Cheffe war das alles nicht so exciting wie gehofft. Vor allem der Stand des Lieferanten, der die Einladung geschickt hatte, war eine reine Präsenz ohne Inhalt. So kam es, dass wir bereits vor 13 Uhr auf dem Weg zum 30 km entfernten Örtchen waren, wo sich unser Hotel befand.
Dort hat mich Cheffe erstmal zum leckeren Essen eingeladen. Hatte auch schon lang nicht mehr griechisch gegessen und natürlich auch gleich die Tatsache ausgenutzt, dass man hier wusste, was ein Russ ist und mir entsprechendes Getränk ohne Fragerei servierte.
Um halb vier betrat ich mein Nachtlager in Form eines Hotelzimmers, das vermutlich zu Jugendzeiten meiner Eltern das letzte Mal einen Innenarchitekten zu Besuch hatte. Ein kleiner Fernseher und die Premiere-Zeitung versprachen, was sie nicht hielten - was im Übrigen im Zimmer des Chefs anders war, wie ich am nächsten Tag herausfand.
Ich hielt mich also mit den üblichen Serien wach. Bis 21 Uhr gelang mir das einigermaßen. Bei extremen Müdigkeitserscheinungen schrieb ich Textnachrichten nach England. Mit Cheffe klärte ich den Morgenablauf: Er wollte um 7 Uhr aufstehen und zwischen 8 und halb 9 frühstücken. Ich bat ihn, beim Vorbeigehen an meine Tür zu klopfen, ich wollte dann mit runter.
Nun, es klopfte um 7 Uhr, viel zu früh für mich, wenn ich erst um 8 Uhr fertig sein muss. Ich war aber nach knapp 10 Stunden Schlaf eh wach und war gegen Viertel vor 8 sogar mit dem Packen schon fertig. Da ich nicht weiter rumwarten wollte ging ich kurzerhand zum Zimmer des Chefs um ihn zum Frühstück abzuholen - allerdings um herauszufinden, dass der bereits gefrühstückt hatte (vermutlich eh nur einen Kaffee). Er habe geklopft, aber ich hatte das wohl nicht gehört. Zwischen 8 und halb 9 Uhr sollte eh die Abfahrtzeit sein, nicht die für's Frühstück.
Ging ich halt alleine. Die Bauernstube war wesentlich neuer (selbstredend bayrisch-rustikal) als die Hotelzimmer und das Frühstücksbuffet recht üppig. Nur Roibos-Tee hatten sie nicht, da musste ich dann doch Kaffee trinken. Aber mit Joghurt und Quark mit frischen Fruchtstückchen war das Frühstück schon himmlisch. Ich bin nur sehr ungern (und sehr voll) gegangen!
Weil er unbedingt noch zu seinem Kumpel musste, fuhren Chef und ich dann noch ein Stück Richtung Baden-Würtemberg, wo wir dann 2 Stunden auf einem Sofa verbrachten - kaffeetrinkend natürlich. Die Dame des Hauses war wohl nett, keine Frage, ich habe mich aber die ganze Zeit gefragt, was wir denn hier wohl wollen, denn zu erzählen hatten sich die Anwesenden nicht besonders viel.
Irgendwann ging es dann wieder auf die Autobahn - zurück nach Hause, was deutlich länger dauerte als angenommen, denn nun dauerten die unregelmäßigen Kaffeepausen noch länger als vorher. Ein Kaffee, zwei Zigaretten, Minimum von 15-20 Minuten. Ich habe noch nie so viel Zeit in Raststätten verbracht. Außerdem war mir als Raucher (!) inzwischen schlecht von all den auf der Fahrt mitgerauchten Marlboros.
Im Anschluss an die Fahrt gab es dann eine abschließende Unterhaltung mit beiden Chefs. Wir hatten uns ja prima verstanden, dieser Chef und ich, allerdings schwarnte mir jetzt schon, dass ich diese stundenlange Mitfahrerei auf deutschen Autobahnen nicht lange würde ertragen können. Außerdem hatte ich vom Thema absolut gar keine Ahnung. Das hatte auch der Chef so gesehen, darum bekomme ich, wie's aussieht, den anderen Job angeboten. Da steht nur der Starttermin noch in den Sternen. Eventuell weiß ich Ende der Woche mehr.
Und die frühe Rückkehr hatte natürlich ein Gutes: Gestern war ich mal wieder nackig Mädels malen und das war sehr entspannend nach dieser Reise! Und produktiv auch...
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